abita Energie Otterberg setzt Impulse …

… und regt nachhaltige ökologische Projekte an, die auch das Miteinander fördern.

Wir handeln jetzt, damit unser Lebensraum hier in und um Otterberg lebenswert bleibt. Wie wollen wir leben? Wie wollen wir unsere Welt unseren Kindern hinterlassen? Eine große Frage. Doch jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Als kommunaler Stromversorger liegen uns die Stadt Otterberg und die Umgebung am Herzen. abita Energie Otterberg GmbH steht nicht nur für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu fairen Preisen. abita übernimmt auch Verantwortung und setzt sich für eine intakte Umwelt ein. Im Laufe des Jahres werden wir Impulse setzen und damit eine Reihe  nachhaltiger Projekte anregen. Dabei ist es unser Ziel, gerade Kinder und Jugendliche für den verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur zu sensibilisieren. Deshalb binden wir die Schulen hier vor Ort bei unseren Aktivitäten ein.

Aus Verantwortung ...

… bauen wir auf dem Bestehenden auf und nehmen uns der Otterberger Streuobstwiese an.

Streuobstwiesen sind von Menschen geschaffene Kulturlandschaften. Im Gegensatz zur industriellen Landwirtschaft sind Streuobstwiesen ein gutes Beispiel für eine umweltverträgliche Landnutzung. Und das obwohl sie auf eine Mehrfachnutzung ausgelegt sind. Die vereinzelt stehenden hohen Bäume tragen Obst. In unserer Region sind es zumeist unterschiedliche Sorten von Äpfeln, Birnen, Zwetschen und Kirschen. Die Früchte reifen zu unterschiedlichen Zeiten. Für Mensch und Tier sind sie eine wichtige Nahrungsquell.

Streuobstwiesen bringen nicht nur viele verschiedene Arten von Früchten hervor, sie sind auch ein wichtiger Lebensraum. Bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten lassen sich nachweisen. Damit zählen Streuobstwiesen zu den artenreichsten Lebensräumen. Sie  sind wichtig für die biologische Vielfalt in Europa.

Die Wiesen können als Weiden genutzt werden. Dünger oder Pestizide werden nicht eingesetzt. Auf den mageren Böden bestehen zahlreiche Arten nebeneinander und die vielen blühenden Pflanzenarten locken die unterschiedlichsten Insekten an. Durch ihre Artenvielfalt sind Streuobstwiesen ökologisch wertvolle Lebensräume. Um die Artenvielfalt zu erhalten, müssen besondere Lebensräume und Nahrung für jede Tierart vorhanden sein. In diesem Zusammenhang bietet abita zum Projektauftakt einen Obstbaumschnittkurs an.

Gemeinsam handeln …

… mit lokalen Akteuren in und um Otterberg, unter Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen ist ein zentraler Bestandteil der Aktivität „abita - Nachhaltig in der Region“.

 

 


16.03.2019 - Obstbaumschnittkurs

Die erste Aktion – ein Obstbaumschnittkurs – im Rahmen des Projektes „abita – Nachhaltig in der Region“ fand am Samstag den 16. März statt. Die abita Otterberg GmbH konnte dafür Herrn Herbert Ritthaler als Dozent gewinnen, der einen ausgezeichneten Kurs abhielt.

Theorie
Lebensphasen eines Obstbaums

Eine Einführung in das Thema Streuobstwiesen, deren Historie und ein Blick auf die relevanten Zeiträume, bildeten den Einstieg in einen informativen und kurzweiligen Tag. Bei der Betrachtung von Obstbäumen und deren Lebenszyklus wird einem schnell klar, dass man hier nicht von Kurzfristigkeit spricht, sondern von langfristigen Horizonten auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Zunächst zeigte Herr Ritthaler die historische Entstehung der Obstnutzung und der Streuobstwiesen auf. Dazu präsentierte er viele Bilder und Zeichnungen diverser Lebensphasen des Obstbaums und den jeweiligen Bedürfnissen. Immer wieder unterfüttert von Anekdoten seiner Einsätze in der Pfalz, erklärte er auch die Zusammenhänge einzelner Aspekte. Die ausreichende Nährstoffversorgung durch die Herstellung einer Baumscheibe kann hier exemplarisch genannt werden. Thematisiert wurde auch, dass es nicht den „perfekten Schnitt“ gibt, sondern dass es auch auf Individualität des zu schneidenden Baums bei der sogenannte „Baumansprache“ ankommt.

Auch zeigte Herr Ritthaler, wie die richtigen Stellen bei verschiedenen Schnittmaßnahmen am echten Holz zu finden sind. Da er leider keinen ganzen Baum mitnehmen konnte, hatte er große und kleine Zweige dabei, aus denen er sich die jeweilige Schnittmaßnahme zusammensetzen konnte. Anschließend ging es zum Praxisteil auf eine junge Streuobstwiese am Stadtrand. Dort durfte jeder selbst Hand anlegen und Baumscheiben herstellen oder auch einen jungen Apfelbaum schneiden. Auch ältere Bäume konnten in Gerda´s Kräutergärtnerei auf dem Münchschwanderhof bearbeitet werden. Die Teilnehmer waren sich einig, dass sie viel lernten und mit einem neuen Blick in ihren Garten gehen werden.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmern, Gerda Marschall und Herbert Ritthaler für einen gelungen Auftakt im Rahmen des Projektes.

Theorie
Lebensphasen eines Obstbaums
Anlegen einer Baumscheibe
Junger Obstbaum vor…
…und nach dem Schnitt

18.04.2019 - abita-Bienenvolk ist angekommen

Der nächste Schritt ist gegangen: Seit Anfang April wohnen unsere "abita-Bienen" in ihrem neuen Zuhause, dem roten "abita-Bienenstock" in Otterberg. Schon seit März sind die fleißigen Bienen an Tagen mit gutem Wetter unterwegs und sammeln eifrig Nektar und Pollen und bestäuben dabei die Blüten.

Das abita-Logo auf dem Bienenstock.
Eine Wabe wird aus dem alten Stock entnommen und kontrolliert...

Im Bienenstock zogen sie die erste Brut des Jahres auf und bauen an ihren Waben. Anfang April war es dann endlich so weit: Das Bienenvolk durfte sein neues Zuhause am Otterberger Stadtrand beziehen und wohnt nun in seinem roten Bienenstock. Unter der Führung der Bienenkönigin starten die Bienen nun zu ihrem Beitrag der Bestäubung der Otterberger Pflanzenwelt und produzieren dabei Otterberger Honig.
Die abita konnte für die Betreuung der Bienen Herrn Andreas Janneck, einen Hobbyimker aus Otterberg, gewinnen. Er wird die Bienen über das Jahr imkerlich begleiten und für diesen Blog regelmäßig Informationen liefern.
Sie haben Interesse an einem Besuch des Bienenvolkes und daran, mehr über Bienen und die Imkerei zu erfahren? Dann schreiben Sie uns unter nachhaltigkeit@abita-energie.de und vereinbaren Sie einen Besuchstermin.

Das abita-Logo auf dem Bienenstock.
Eine Wabe wird aus dem alten Stock entnommen und kontrolliert...
... bevor sie in die neue Behausung gehängt wird.
Eine Bienenwabe mit Brut. Die Königin ist farbig markiert.
Der Bienenstock steht!

14.05.2019 - Blühende Wiesen – Mehr als bunte Farbtupfer

Jetzt im Frühling erwacht die Natur wieder zum Leben und überall wächst frisches Grün. Dazwischen erscheinen auch immer wieder Blüten der unterschiedlichsten Pflanzen. Aber wie viele sind es denn wirklich? Jetzt, da die Obstblüte vorüber ist, erscheinen einige Landschaften nur noch als „grüne Wüste“.

Grüne Wüste
Biene auf Borretschblüte

So z.B. ein Getreidefeld, auf dem man auch bei näherer Betrachtung kaum ein anderes Pflänzchen findet. Dies macht es für die heimischen Wildbienen und andere Insekten sehr schwer zu überleben. Um auf die Gefährdung für diese Arten aufmerksam zu machen, wird die Wildbiene des Jahres gekürt. Dieses Jahr ist es die „Senf-Blauschillersandbiene“.
Insekten brauchen die Natur
Doch nicht nur die abita-Bienen können mit so einem Feld nichts anfangen. Auch die vielen Wildbienen, von denen es in Deutschland über 500 verschiedene Arten gibt, Hummeln, Schmetterlinge, andere Insekten und Tiere sind auf blühende Pflanzen angewiesen. Manche von ihnen sind sogar auf nur eine einzige Pflanze spezialisiert, von der sie Nahrung und Lebensraum bekommen. Solche Pflanzen, die Nektar und Pollen produzieren, nennt man Bienenweide. Aber nicht nur blühende Pflanzen, auch Sträucher und Büsche sind für die Artenvielfalt wichtig. Einen Lebensraum, mit vielen unterschiedlichen Pflanzen und Blüten findet man auf naturnahen Streuobstwiesen, speziell angelegten Blühflächen und oft an Feld- und Waldrändern. Und auch für uns Menschen bieten diverse und blühende Wiesen und Felder einen Mehrwert beim nächsten Spaziergang. Denn dort können nicht nur die verschiedenen Pflanzen, sondern auch Insekten und Vögel beobachtet werden.
Lebensraum schaffen
abita hilft dabei, vielfältige Lebensräume entstehen zu lassen und verteilt eine spezielle Bienenweide-Samenmischung, die viele Wildkräuter mit reichem Nektar- und Pollenangebot beinhaltet. Spätestens am Otterberger Frühlingsfest können Sie sich eine Samenpackung mitnehmen und auch in Ihrem Garten einen reich gedeckten Tisch für die summenden Gartenbesucher, und ganz nebenbei ein Buntes Blütenmeer, schaffen. Dann kommen auch andere Tiere wie Singvögel in Ihren Garten, die dann beobachtet werden können. Zusätzlich können Nisthilfen für Wildbienen und Vögel aufgehängt und eine Tränke bereitgestellt werden, denn auch Insekten müssen trinken. Tipp: Entfernen Sie nicht alle verwelkten Pflanzen im Herbst, denn diese werden als Winterquartier von vielen Insekten genutzt. Ausführliche Informationen, wie Ihr Garten zum Lebensraum wird, lesen Sie in einem der nächsten Blogeinträge.
Übrigens: Je mehr unterschiedliche Blüten die Honigbienen anfliegen, desto facettenreicher schmeckt am Ende der Honig.
Wo haben Sie eine besonders reich blühende Fläche in oder um Otterberg entdeckt? Ist Ihr Garten schon ein Lebensraum?
Schreiben Sie uns, gerne mit Bild, an nachhaltigkeit@abita-energie.de

Grüne Wüste
Biene auf Borretschblüte
Senf-Blauschillersandbiene (Quelle: Von S. Rae from Scotland, UK - Andrena (Agandrena) agilissima, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50706437)

12.07.2019 - Das Jahr schreitet voran

Seit dem letzten Bericht hat sich die Natur weiterentwickelt und mit ihr auch das abita-Bienenvolk. Die zuletzt beschriebene Grüne Wüste ist an immer mehr stellen zu sehen und auch die Getreidefelder wechseln ihre Farbe hin zu Brauntönen und werden sogar schon abgeerntet.

Bienen im Detail
Kontrolle der Waben

Läuft man nun durch Otterberg und die Umgebung, ist es um so erfreulicher, wenn hier und da Blüten als bunte Farbklekse in der Natur erscheinen. Auch die abita-Blumenmischung wurde interessiert angenommen und wer genau hin schaut, kann in manchen Gärten schon ein vielfältiges Blütenmeer entdecken. Hier tummeln sich nun verstärkt Insekten, auch die abita-Bienen.
Die Entwicklung im Bienenvolk
Ei – Larve – Puppe – Biene. Das sind die vier Entwicklungsstadien der einzelnen Bienen im Bienenvolk. Kontinuierlich legt die Königin Eier, schlüpfen junge Bienen, wird Nektar und Pollen gesammelt sowie der Bienenstock gepflegt. Jedoch lässt die Bruttätigkeit der Königin ab Ende Juni nach, die Tage werden wieder kürzer, das Nahrungsangebot wieder weniger. Für uns beginnen gerade erst die Sommerferien und die Urlaubszeit, da bereiten die Bienen sich schon auf den Winter vor. Es ist genug Honig gesammelt, dass sie den Winter gut überstehen können. Das freut den Imker, denn er möchte den Honig ernten, verarbeiten und in Gläser füllen. Das geschieht beim abita-Volk in den nächsten Tagen. Doch was passiert dann mit dem Bienenvolk?
Das Bienenvolk muss zunächst gegen die Varroa-Milbe behandelt werden, ein Parasit, der aus Asien nach Deutschland eingeschleppt wurde. Ein Bienenvolk ohne Imker und somit ohne Behandlung hat leider kaum eine Chance dauerhaft zu überleben. Nach der Behandlung bekommen die Bienen neues Futter für den Winter, denn der Honig wurde geerntet. Der Imker gibt ihnen Zuckersirup, den die Bienen wie Honig in ihren Waben lagern. Ist davon im Frühling noch etwas übrig, wird er heraus genommen, denn sonst könnte er sich mit dem neuen Honig vermischen.
Familienzuwachs bei den abita-Bienen
Auch ein sogenannter Ableger wurde gebildet, das abita-Bienenvolk Nr. 2. Als Ableger wird ein neues Bienenvolk bezeichnet, das der Imker aus einigen Waben anderer Völker bildet. Die Bienen ziehen sich dann eine neue Königin nach oder der Imker setzt eine Königin dazu. Diese beginnt dann Eier zu legen und das neue Bienenvolk wächst bis zum Herbst zu einem starken Volk heran, das den Winter überstehen kann. Es muss auch behandelt und gefüttert werden. Das neue abita-Volk wohnt auch in einem roten Bienenstock und steht direkt neben dem anderen Volk am Ortsrand von Otterberg.

 

Wie entwickelt sich Ihre abita-Blumenmischung? Sie haben Interesse am abita-Honig oder möchten mehr über das Projekt wissen? Schreiben Sie uns an nachhaltigkeit@abita-energie.de

 

 

Bienen im Detail
Kontrolle der Waben
Bilden des Ablegers
Geschafft, der Ableger steht neben dem abita-Volk

19.08.2019 - Gruppe des Jugendtreffs Otterberg besucht das abita-Bienenvolk

Viel los war in den Sommerferien am Stand der abita-Bienen: Die Jugendlichen des Jugendtreffs Otterberg kamen in Begleitung der Jugendsozialarbeiterin Patricia Brill-Schording zu einem Besuch vorbei.

Details werden erklärt
Die Jugendgruppe beim abita-Bienenvolk

Im Rahmen des Projekts „abita nachhaltig in der Region“ kooperiert die abita Energie Otterberg GmbH mit dem Jugendtreff Otterberg, um den Jugendlichen das Thema Ökologie und Nachhaltigkeit näher zu bringen. Die Jugendgruppe besuchte dazu das abita-Bienenvolk und konnte so die Arbeit eines Imkers kennen lernen. Auch eine Honigverkostung fand statt und viele neugierige Fragen konnten in diesem Rahmen beantwortet werden. Lesen Sie nachfolgend den Bericht der Jugendgruppe, der in der Wochenzeitung der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg veröffentlicht wurde:

Spontaner Ausflug im Jugendtreff Otterberg mit viel Spaß, Aktion, neuen Kontakten und einer süßen Überraschung

In den Ferien wird es im Jugendtreff Otterberg nicht langweilig. „Da können unter anderem, spontane Ausflüge zu einem besonderen Erlebnis werden“ schmunzelt ein Jugendtreffbesucher. So besuchten die Jugendlichen aus dem Jugendtreff Otterberg zusammen mit der Jugendsozialarbeiterin Patricia Brill-Schording in Kooperation mit der abita Energie Otterberg GmbH (kommunaler Stromversorger der Stadt Otterberg), das Bienenvolk des Hobbyimkers Andreas Janneck. Die abita hat mit ihrem Projekt „abita - Nachhaltig in der Region“, sich das Ziel gesetzt, unter anderem nachhaltige ökologische Projekte anzuregen und sich für eine intakte Umwelt einzusetzen.

Am Bienenvolk angekommen, erklärte Andreas Janneck der Jugendgruppe erste Regeln, was bei einer Besichtigung des Bienenstands zu beachten ist. Im Anschluss wurde der „Smoker“ angezündet, um einen Blick in das Bienenvolk werfen zu können. „Der Smoker dient dazu, dass die Bienen abgelenkt werden“ erklärte der Imker. Die Gruppe war gespannt als der Bienenstock geöffnet und die einzelnen Waben herausgenommen wurden. Interessiert hörten die Jugendlichen aufmerksam zu, als Andreas Janneck über den Aufbau des Bienenstocks, der Brutwaben und der Einlagerung sowie Trocknung des Honigs informierte. „Ich konnte sogar einen Drohn, also eine männliche Biene, auf die Hand nehmen“ berichtete ein Jugendlicher voller Stolz. Auch hatten die Besucher/innen die Möglichkeit, eine Zarge zu heben, um das Gewicht schätzen zu können. Als die Bienen unruhig wurden und vermehrt Bienen aufflogen, wurde der Bienenstock wieder geschlossen und es ging weiter mit einer süßen Überraschung. „Jetzt geht es weiter zu Honigverkostung“ erklärte die Jugendsozialarbeiterin. Währenddessen informierte der Imker darüber, woher die Unterschiede der Honigarten stammen und was zu beachten ist, dass der Honig nicht gärt. Außerdem konnten viele Fragen der Gruppe beantwortet werden. Da die Gruppe den Besuch so toll fand, entschieden sie sich, Andreas Janneck auch in die Einrichtung „Haus für Jugend und Soziales“ im offenen Jugendtreffgeschehen einzuladen.

So machte Wiedersehen Freude. Der Hobbyimker nahm die Einladung dankend an. Um das ganze spannender zu gestalten, wurde von der Jugendtreffleiterin ein Quiz erstellt. „Derjenige der den ersten Platz erreicht, wird auf ein Eis eingeladen“ motivierte sie die Gruppe. Neben Fragen wie „Nenne vier Sicherheitsregeln beim Besuch am Bienenstand“, „Wieviel Kilo wiegt eine Wabe?“ oder „Wann beginnt ein Honig zu gären?“, wurden Schätzfragen eingebaut wie beispielsweise „Wie viele Blüten müssen besucht werden, um ein Glas Honig zu bekommen?“ „Ich bin erstaunt, was ihr noch alles wisst, trotz der vielen Inhalte.“, gab Andreas Janneck anerkennend als Rückmeldung und ergänzte bzw. erklärte die Antworten mit Anschauungsmaterialien. Danach hatten die Besucher/innen die Möglichkeit, neben weiteren Honigsorten, sogar den ersten Honig des abita-Bienenvolkes zu probieren. „Wir haben an den zwei Tagen sehr vieles über Bienen und die Imkerei erfahren. Das hat mega viel Spaß gemacht. Auch haben wir dadurch Andreas kennen gelernt, der uns jeder Zeit besuchen kommen kann.“ antwortete die Jugendgruppe als Feedback.

Die Jugendtreffbesucher/innen und die Jugendsozialarbeiterin bedanken sich bei Andreas Janneck für die tolle Zusammenarbeit und bei der abita Energie Otterberg GmbH für diese Möglichkeit im Rahmen des Projektes.

Bei Fragen und Anregungen können Sie uns gerne eine E-Mail schreiben: nachhaltigkeit@abita-energie.de 

Details werden erklärt
Die Jugendgruppe beim abita-Bienenvolk
Verschiedene Honige

24.09.2019 - Die Honigernte

Im Juli war es soweit! Die abita-Bienen haben ihren Wintervorrat, den Honig, angelegt. Jetzt kann der Imker den Honig aus dem Bienenstock heraus nehmen. Die sogenannte Honigernte fand bei den abita-Bienen in den letzten Wochen statt.

Eine verdeckelte Honigwabe
Eine Honigwabe wird entdeckelt

Es ist geschafft! Der abita-Honig ist geerntet und wartet nun auf die weitere Bearbeitung. Doch Honig kann erst geerntet werden, wenn er „reif“ ist und der Wassergehalt stimmt. Ist dieser zu hoch, kann der Honig anfangen zu gären. Ein gutes Indiz, dass der Honig reif ist, sind verdeckelte Honigwaben, denn die Bienen merken, wenn ihr Honig „haltbar“ ist und verschließen die Waben mit einer dünnen Schicht aus Bienenwachs. Trotzdem misst der Imker noch einmal nach. Dazu verwendet er ein Refraktometer. Der Wassergehalt muss unter 20% liegen, soll der Honig im Glas des Deutschen Imkerbund abgefüllt werden, dürfen 18% nicht überschritten werden. Bis der Honig „trocken“ ist, müssen die Bienen viel arbeiten. Sie fächeln nicht nur nachts frische, kühle Luft in den warmen Bienenstock, sondern geben dem Honig auch Enzyme zu. Dadurch entsteht der typische Geschmack nach Honig. Fehlen die Enzyme, schmeckt der Honig nicht nach Honig, sondern nur süß. Auch die Pflanzen, von denen der Nektar stammt, beeinflussen den Geschmack. Die Kombination von Enzymen und Herkunft des Nektars ergibt den individuellen Geschmack des Honigs. Das merkt am Ende nicht nur der Kunde durch verschiedene Sorten, sondern auch von einer Wabe zur anderen kann man die Unterschiede schmecken.

Der Imker nimmt nun die Honigwaben aus dem Stock und kontrolliert den Wassergehalt. Kann die Wabe geerntet werden, fegt er die Bienen vorsichtig mit einem weichen Besen von der Wabe. Die Honigwabe kommt dann in eine Transportkiste mit Deckel. Ohne den Deckel würden die Bienen sofort wieder auf den Waben sitzen und versuchen den Honig in ihren Bienenstock zu tragen. Zu Hause wird der Honig dann geschleudert. Dazu muss zunächst die Wachsschicht auf den Honigwaben entfernt werden, wozu der Imker „entdeckeln“ sagt. Die entdeckelten Waben werden dann in die Honigschleuder gestellt. Sie müssen immer wieder gedreht werden, damit der Honig auf beiden Seiten heraus kommen kann. Der Honig läuft nun aus der Schleuder heraus und durch ein grobes und ein feines Sieb, um z.B. Wachskrümel heraus zu bekommen. Sind die Waben leer, werden sie wieder in den Zargen gesammelt und beschädigte Waben heraussortiert.

Wann ist der Honig fertig im Glas?

Der Honig bleibt nach der Honigernte im Eimer, bis er beginnt auszukristallisieren. Diesen Prozess kann man auch zu Hause beobachten, wenn man einen flüssigen Honig gekauft hat und dieser lange im Schrank steht. Dann bilden sich Zuckerkristalle, wodurch der Honig etwas trüb aussieht und später entsteht am Glasboden eine Schicht aus groben Zucker-Kristallen. Um ihn cremig und streichfähig zu machen, wird der Honig gerührt, wobei die Zuckerkristalle, sobald sie entstehen, abgeschliffen werden. Wie schnell die Kristallisation nach der Ernte einsetzt, und wie lange es dauert, bis der Honig cremig ist, hängt von der Zuckerzusammensetzung im Honig und der Temperatur, bei der er gelagert wird ab. Es kann mehrere Wochen dauern, bis der Honig abgefüllt werden kann. Manche Honige werden auch flüssig ins Glas gefüllt, wie  z.B. Akazienhonig, denn dieser kristallisiert sehr spät und langsam und bleibt dadurch lange flüssig.

Bei Fragen und Anregungen können Sie uns gerne eine E-Mail schreiben: nachhaltigkeit@abita-energie.de

Eine verdeckelte Honigwabe
Eine Honigwabe wird entdeckelt
Geschafft! Der erste Honig fließt aus der Schleuder